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Die goldige Vergangenheit des Wasserstrahlschneidens

Moderne Technik, historisch beleuchtet

Besonders in der technischen Welt verflechten sich Methoden und Verfahren so sehr mit den Ansprüchen des Alltags, dass selbst kleine Wunderwerke der Technik als selbstverständlich betrachtet werden. Auch das Wasserstrahlschneiden kennt fast jeder, wann und wie es sich entwickelt hat aber kaum jemand. Wir möchten das Thema kurz für Sie beleuchten.

Wasser – ein Urwerkzeug

Im Jahre 2004 entdeckten Forscher eines deutsch-georgischen Teams eine mehr als 5.000 Jahre altes Goldbergwerk im Vorkaukasus. Schon damals war es die Kraft des Wassers, die den Menschen beim Abbau des begehrten Edelmetalls half. Bis sich das Wasserstrahlschneiden entwickelte, wie wir es heute kennen, sollten zwar noch ein paar tausend Jahre vergehen, aber immer wieder experimentierten Kulturen – auch die Römer vor rund 2.000 Jahren – mit dem Wasser als Werkzeug.

Beginn des modernen Wasserstrahlschneidens      

Die ersten Wasserstrahlen fanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Weg in den Bergbau, um dort weiche Materialien wie Kies und Tonablagerungen beispielsweise von Metallerzen zu entfernen. In kalifornischen Goldminen befreite der Wasserstrahl in seiner Anfangszeit bereits Goldadern von Steinen und Erde, bis er ab den 1930er Jahren von russischen und amerikanischen Ingenieuren zur Säuberung von Gussteilen eingesetzt wurde. Mit einem Druck um die 100 bar erlaubte das Wasserstrahlschneiden noch keine großen Sprünge. Das sollte sich aber bald ändern.

Die späten 1960er Jahre bringen die Wende

Mit Drücken bis zu 700 bar erlebte das Wasserstrahlschneiden in den späten 1960er Jahren den buchstäblichen ersten Durchbruch und trennte hitzeempfindliche Werkstoffe in der Flugzeugindustrie. Ein knappes Jahrzehnt später erweiterte man das Verfahren und dem Wasserstrahl wurden feste Partikel zugeführt. Dieses sogenannte Abrasivschneiden war genauer, qualitativ hochwertiger und deutlich wirtschaftlicher als das reine Schneiden mit dem Wasserstrahl. Dem endgültigen, industriellen Durchbruch stand nichts mehr im Wege und das Wasserstrahlschneiden reifte immer weiter aus und ist bis heute eine beliebte, umweltschonende Methode, um Werkstoffe zu trennen oder zu schneiden.


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